Mittwoch, 11. Juni 2008

schwester tammy

Warum Schwester? Das ich drei jüngere Brüder hab ist allgemein bekannt und das ich mich in den letzten „Jahren“ zu einer muster Schwester entwickelt hab können nicht nur die Männer im Haus bestätigen (fragt mal Stoffel wann er seine letzte flattera bekommen hat, ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern, wird mal wieder zeit)

Nein, dass Schwester hat mit meiner möglichen Berufsänderung zu tun. Von meiner spontanen Ader und meiner Entscheidungsfreudigkeit (erinnert euch an das Joghurt!!!)und der Unterstützung (drängen) meiner Familie (mum) getrieben hab ich mich binnen drei Tagen dazu entschieden mich bei den Pflegeschulen in Feldkirch und Rankweil zu bewerben. Seit etwas drei Wochen flitze ich nun von Vorpraktikum zu Assesments, Vorkommisionen und Schnuppertagen. Versuche verzweifelt die 10 seitigen Lernunterlagen innerhalb von drei Tagen zu beherrschen, Aufnahmetests zu bewältigen und die Direktoren von meinen Fähigkeiten zu überzeugen. (wobei wie soll ich bitte jemanden anderen davon überzeugen das ich die perfekte Diplomierte Gesunden und Kranken Schwester bin, wenn ich mir noch nicht mal selber sicher bin das ich das will?)

Angefangen hat der Spass mit der Abgabe meiner Anmeldung am Freitag den 16 Mai in Feldkirch. Bewaffnet mit Lebenslauf, Geburtsurkunde, Staatsangehörigkeitsnachweis, Dienstzeugnissen, Jahreszeugnissen ab der 4 Volkschule, 4 Passfotos, und jeglichen anderen Krimskrams meldete ich mich bei der Sekretärin die mich gleich einen Zettel zum ausfüllen und ein kennenlern Gespräch beim Direktor verschaffte,. Ohne irgendwelche Vorbereitung marschierte ich also vollkommen unangepasst gekleidet beim Direktor ein und erzählte ihm das ich seit einer Woche den Beruf der DGKS lernen möchte und da sich absolut keine Ahnung hab was die eigentlich genau macht! Egal, ich war gut, und dufte drei Tage später mit 14 anderen zum Vorassesment kommen und wurde von zwei Lehrern in einer Gruppenarbeit (tammy das Rudeltier) in einem rechentest(die letzten Schlussrechnung liegen Jahre zurück) und einem Lerntest (ich hab noch nie in meinem Leben innerhalb von drei Tagen soviel kompliziertes zeug gelernt) geprüft. Mit stolz geschwelter Burst und keiner Aussicht auf ein Ende gings am Donnerstag ins Valduna (Anstalt für Psychiatrische Gesundheit) meine Unterlagen abgeben (Coole Sekretärin). Hat mich gleich für den Aufnahmetest vorbereitet. Da bei beiden Schulen ein Vorpraktikum nötig ist um zur Vorkommission zu kommen hab ich danke meiner Beziehungen eine Woche bei der Mum im Wohnheim (eine WG bei der ehemalige Patienten vom Valduna unterkommen) gearbeitet und danach eine Woche im Altersheim Nofels (auch durch Beziehungen). Beide Wochen waren stressig aber toll. Die anfängliche Skepsis ob das auch wirklich das richtig für mich ist verflog bald (und der tränenreiche Abschied einer Bewohnerin das Schwester Tamara geht hat auch etwas damit zu tun das Schwester Sissi am gleichen Tag ihren letzten Tag hatte aber es war auch die ein oder andere Träne für mich dabei *g*) Gestern hatte ich noch Aufnahmeprüfung im Valduna ( teamarbeit: Ballon basteln, film kucken und Zusammenfassung schreiben) am Donnertag in Feldkirch Vorkommission um auch noch die Lehrer und Leiter der Pflegeabteilung von mir zu überzeugen. Montag bis Mittwoch stehen dann noch Schnuppertage im Valduna an und mein allerletztes Gespräch bei der Kommission. Danach sollte sich dann entscheiden ob die Alten von morgen in den Genuss meiner Fähigkeiten. (die ersten Angebote hab ich schon bekommen als persönliche Pflegerin *g*)


meine Opfer beim KAffe im Wohnzimmer

Das überaus freundliche Pflegeteam bei der Besprechung


Schwester Sissi in ihrem Element, ganz ehrlich, sie ist die geborene Schwester, sie stahlt das schon richtig aus, wenn sich jemand seiner Sache sicher ist dann Sissi!

extra für mich posiert, danke Frau Möck

Auch wenn ICH selber noch nicht 100% von diesem Weg überzeugt bin, aber alle anderen mit voller Überzeugung kund geben das ich Krankenschwester werde schließe ich mich einfach der Mehrheit an (tammy das Rudeltier) und nehme die Bürde auf mich.


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