nach 12 monaten ist es vollbracht, das erste ausbildungsjahr ist geschafft. viele stunden des lernens, viele schlaflose nächte, viele durch gemachte nächte (vor jeder prüfung wurde der ganze stoff noch mal durch gearbeitet auch wenn das hieß bis am 5 in der früh dran zu sein), es wurde viel gelacht und leider mehr geheult, mal mehr mal weniger gegessen, getratscht, geschwänzt (ich natürlich nicht) gestritten, gebockt und gezickt (davon wohl am meisten)
es wurden 19 fächer geprüft verpackt in 8 prüfungen, wenn ich keine vergessen hab, man verliert leicht den überblick.44 schüler wurden zusammen gepfercht und diese reduzierten sich auf 35 (aber es stehen noch die nachprüfungen aus)
wie schwer diese schule ist war glaub ich keinem bewusst auch wenn der direktor nach jeder prüfung angetrottet kam und sagte: es ist machbar, leute, es ist machbar!!! es haben schon viele vor euch geschafft.
machbar? keine frage, wir sind ja nicht die ersten die diese schule absolvieren.doch welchen preis ist man bereit dafür zu zahlen?was ist jeder bereit aufzugeben?musikverein, sportverein, freundIn, freunde, familie, privatleben.....(es gingen viele beziehungen zubruch und einige freundschaften)
jeder muss selbst wissen wie viel ihm diese ausbildung wert ist und was dafür geopfert werden will/muss.für mich hieß das statt am abend fern zusehen zu lernen und nicht um 10 ins bett zu gehen sondern erst um 1 oder später. am freitagabend statt weg zu gehen im wohnheim zu sitzen und zu lernen, meine samstage so einteilen das ich die wenige zeit die bleibt, den am vormittag wurde selbstverständlich gelernt- die engsten leute nicht zu kurz kommen, am sonntag abend wieder ins wohnheim zu gehen und zu lernen anstatt einen gemütlichen abend daheim zu haben. auch wurde mein joggen gestrichen weil mir diese stunde einfach im lernplan fehlte und jede außertürlich aktivität unter der woche musste wieder eingearbeitet werden.
als letzte woche eine mitschülerin ihren austritt bekannt gab obwohl sie zu den besten der der klasse gehörte mit der begründung sie sei psychisch am ende und könne einfach nicht mehr, sie schlafe und esse kaum mehr und der druck sei ihr zu viel nickten wir verständnisvoll. doch der rest gab und diese woche eine schülerin die sich trotz vorheriger krankheit zum nachzapf in die schule zwang und vor allen augen zusammenbrach und mit der rettung abgeholt wurde.
ja es ist machbar, doch das wollen wir nicht von einem hören der sein diplom vor 35jahren gemacht hat und sein kompetenzbereich zu dieser zeit der eines pflegehelfers war.genau so wollen wir nicht von der 2. klassen hören wie leicht es doch sei und das sie fast gar nichts zu lernen brauchen.
machbar.
es ist auch machbar mit offenen augen zu schlafen und das ist etwas vom ersten was man lernt in dieser schule. es ist auch machbar aufs mittagessen zu verzichten und stattdessen etwas schlaf nach zu holen.auch wenn man ein supergedächtnis hat wie eine freundin die 2 tage vor der prüfung anfängt zu lernen und 2 tage durch macht um dann nur 1er aufzusagen und dann anschließend 2 tage durch schläft, auch das ist machbar, mit dem richtigen hirn.es ist auch machbar das erste jahr ohne lernen zu schaffen und dann einfach aufzuhören und einen job anzufangen.
ja machbar ist vieles.
und 35 haben es gemacht, mit mehr oder weniger opfer.
in meinem umfeld haben mit mir alle opfer gebracht, ob das war das ich keine zeit hatte und sie das verständnisvoll hinnahmen, ob ich kurz angebunden war am telefon weil ich grad am lernen war, oder trotz dem einfach weiter gelernt hab. wenn ich einfach los geheult hab ohne grund und sie einfach nur da waren, oder wenn sie über mein gezicke hinweg gesehen haben und wussten das ich es in diesem moment nicht so meinte.
ja es ist machbar, aber wie so vieles im leben nur mit ganz viel hilfe von anderen
DANKE einletztes mal in diesem schuljahr.
ich will versuchen im nächsten jahr es anders zu machen.
es ist machbar und ich weiß das ich es machen werde =)

man lernt zu schlafen wo mann ist und wie mann ist =)

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